Die St.Klemens-Kirche wurde 1959 nach einjähriger Bauzeit eingeweiht. Sie zeichnet sich durch einen parabolischen Grundriss aus.
Die künstlerische Ausgestaltung der Kirche ist zwar nicht sehr üppig ausgefallen. Künstlerisch herausragend und sehr sehenswert ist allerdings u. a. der 1970 eingeweihte Kreuzweg, der zusammen mit dem Altarkreuz in Mosaiktechnik von Otto Habel (1922-1996)
geschaffen wurde und die Marienstatue des Bildhauers Gerhard Tagwerker,
der auch schon 1959 als junger Künstler den Altar künstlerisch gestaltete.

Der Kreuzweg geschaffen von Otto Habel
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Der Platz, den die Marienstatue in einer stillen Ecke unseres Gotteshauses findet
ist ebenso intim und zur Meditation einladend wie er symbolträchtig ist.
Den geneigten Kopf dem Sohn und zugleich dem Tabernakel zugewendet umfasst sie so die
gesamten Geheimnisse unseres Glaubens, von Weihnachten -
der Geburt des Herrn - über seinen Leidensweg und das Kreuz über dem Altar bis hin
zum Gedächtnis seiner Auferstehung
Der Künstler Gerhard Tagwerker hat zusammen mit der Gemeinde nicht die Darstellung einer Pietà, einer über
den Schmerz des Sohnes leidenden Mutter, sondern die der mütterlichen Hoffnung auf das heranwachsende Kind gewählt, um uns allen,
die ihre elterlichen Sorgen in das Gotteshaus tragen, bei Gebet und Meditation die Botschaft der Hoffnung zu vermitteln.
Die Portalwand
1996 wurde im Rahmen einer grossen Innenrenovierung das Portal der Kirche von Frau Professor Gerlinde Beck neu gestaltet Dazu schreibt Sie: "..Die Portalwand der Kirche ST. Klemens , die gleich 3 doppelflügelige Portale einschließt, hat mich deshalb ganz besonders zum Nachdenken angeregt. Ich ahnte, dass sich hier eine einmalige Gelegenheit ergeben könnte, die Strahlung des Geistes des Innenraumes nach außen zu tragen.
Deshalb ist das Kreuz die Ausgangsform meines Entwurfs. Die Senkrechte des Kreuzes ergibt sich aus der Öffnungsfuge des Einzugsportals, die durch leichte Abstufungen erweitert, ihre Wichtigkeit durch Farbe betont und funktionell zur Griffleiste wird.
Die Linienführung der Griffleiste dehnt sich in Form spiegelbildlich gegeneinander gesetzter Dreiecke zum eigentlichen Türgriff und bildet das Zentrum des Entwurfs.
Die Horizontale des Kreuzes löst sich in Raumlinien auf, die aus dem Zentrum ins Unendliche strahlen.
Für den Einzug läßt sich das Mittelportal so weit öffnen, daß sich die Raumlinien des Innenreliefs in das Bild der Außensicht einfügen und so zum einladenden Sog in den Kirchenraum werden.
Die Raumlinien des Innenraumreliefs aber strahlen aus dem unendlichen Raum auf das Zentrum.
Durch Öffnen des Mittelportals schließt sich der Kreislauf der Raumlinienführung und symbolisiert "von Ewigkeit zu Ewigkeit"..."
